Richtige Unwissenheit und falsches Schreiben

„Ich kann ja nichts falsch machen, ich weiß ja nicht, wie es richtig ist!“
Hast du schon einmal nach diesem Motto gehandelt?

Ich schon. Ständig. Gerade in diesem Moment, indem ich das hier schreibe. Wobei, inzwischen ist meine Unwissenheit nicht mehr ganz so groß.

Schreiben ist mein Hobby und ich mache es gerne. Doch ich habe nie richtig „gelernt“, wie es geht. Ich schrieb einfach immer darauf los und andere sagten mir, ich hätte Talent dazu. Also machte ich damit weiter.

Indem ich mir anderes Geschriebenes ansah, lernte ich dazu und probierte mich aus, frei nach dem Motto: „Learning by Doing“. Schließlich ist ein Blog dafür ideal. Ob das bisher funktioniert hat, musst du als Leser beurteilen 🙂

Nun studiere ich Medien-Ethik-Religion und habe ein Seminar über Journalismus. Dort wurde mir nicht nur erneut bewiesen, dass mir der journalistische und nicht der wissenschaftliche Schreibstil mehr liegt, sondern ich bekomme (endlich?) ein paar Kompetenzen über das Schreiben gelehrt.

Vorbei ist es mit der Unwissenheit. Ab jetzt kann ich nicht nur aufgrund meines Talentes schreiben, sondern auch mein gelerntes Wissen anwenden.

Okay, zugegeben, das Beispiel ist etwas seltsam und natürlich war ich auch vor meinem Studium nicht völlig ignorant was das Schreiben anging. In der Uni lerne ich dazu, aber manches war mir nicht neu.

Eine Erkenntnis ist mir dabei allerdings aufgegangen: Etwas zu wissen heißt auch, darauf zu achten.

Jetzt, wo ich manches gelernt habe, fallen mir auch mehr Fehler auf. Ich bekomme eine geschärfte Sichtweise und achte mehr darauf, was und wie ich etwas schreibe und formuliere. Würde ich die Einträge in meinem Blog nochmals durchgehen, könnte ich viel verbessern.
Im Leben und im Glauben ist es nicht anders. Kinder, die nicht wissen, dass lügen falsch ist, haben kein Problem damit. Sagt man es ihnen jedoch, hat es Konsequenzen auf ihr Verhalten. Vielleicht bekommen sie ein schlechtes Gewissen oder lassen das Lügen sein.

ID-100211513Die Bibel enthält viele „mach das“ oder „lass das lieber“. Das meiste sind Tipps für einen guten Lebensstil im Sinne Gottes. Niemand wird dazu gezwungen, sich daran zu halten – doch es kann auch niemand sagen, er hätte etwas nicht gewusst.
In vielen Dingen sagt uns also die Bibel, wie Gott zu etwas steht. Sie zeigt uns auf, was Gott als Sünde bezeichnet und erklärt die Konsequenzen der Sünde. Dort steht es für jeden nachzulesen schwarz auf weiß, damit keiner Unwissenheit vortäuschen kann, wenn er mal vor Gott tritt.

Dieses Wissen hat Auswirkungen. So wie mir nun mehr Ungereimtheiten in meinem Geschriebenen auffallen, fallen mir auch mehr Fehler in meinem Leben auf, je mehr ich mich mit Gottes Wort beschäftige. Ignorant sein ist nicht mehr möglich, wenn ich weiß, was in Gottes Augen richtig und falsch ist.

Sei es die Straßenverkehrsordnung, die Gesetze, allgemeine Verhaltensregeln oder Gottes Gebote in der Bibel: Sobald wir sie kennen, könnten wir sie nicht mehr ignorieren. Die Entscheidung liegt bei uns: leben wir danach oder brechen wir sie in vollem Bewusstsein? Es gibt kein dazwischen. Man handelt entweder richtig oder falsch und muss mit den Konsequenzen leben: von Problemen über Geldstrafen und Freiheitsentzug bis hin zu ewiger Verlorenheit.

Achte nicht nur darauf, was richtig ist, sondern handle auch entsprechend. Das macht das Leben vielleicht nicht unbedingt einfacher, aber letztendlich leichter. Denn du sparst dir Ärger mit anderen Menschen und den Behörden und lebst nach Gottes Willen. Das Richtige tun ermöglicht ein gutes Zusammenleben unter Menschen und mit Gott. Denn der will schließlich nur das Beste für uns und seine Welt.

Photo credit: Image ID: 100214044 by Stuart Miles on freedigitalphotos.net

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