Über den Glauben reden – Wieso überhaupt?

Bist du jemand, der schnell auf das Thema Glauben zu sprechen kommt? Ich nicht.

Ich kann über alles mögliche reden, auch über christliche Themen, aber über meinen persönlichen Glauben an Jesus unterhalte ich mich außerhalb von christlichen Kreisen eher selten. Meine Freizeit verbringe ich eben auch größtenteils in einem christlichen Umfeld.

Da ich hoffentlich im Herbst mein Masterstudium in Erlangen beginnen und dort neue Leute kennen lernen werde, habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich überhaupt über meinen Glauben reden könnte. Wenn man der Studiengang schon Master–Ethik—Religion heißt, können da schon Gespräche entstehen, auf die ich vorbereitet sein will.

Deswegen gibt es in nächster Zeit ein paar Einträge darüber, was du bei Unterhaltungen über den Glauben und Religion beachten kannst. Da ich selbst nicht so viel Erfahrung damit habe, kucken wir auch mal was die Bibel dazu zu sagen hat und wie Jesus mit den Leuten ins Gespräch gekommen ist.

Als Einstieg zunächst einmal die große Frage: WARUM? Aus welchem Grund sollten wir überhaupt über Jesus reden? Glaube und Religion sind in Deutschland eher Privatsache, wieso sollten wir dann anderen davon erzählen?

6479325377_ba1fa998bc_zEs ist sehr leicht ernsthafte Gespräche über den Glauben zu vermeiden. Das Thema wechseln oder schweigen ist viel einfacher, als einen möglicherweise ungewöhnlichen oder unbeliebten Standpunkt zu beziehen. Small Talk und lockere Unterhaltung gehen weitaus leichter über die Lippen als Zeugnis geben von einem Kerl, der vor 2000 Jahren an einem Kreuz gestorben ist und das angeblich noch heute Auswirkungen hat (mal abgesehen davon, dass wir unsere Zeitrechnung daran orientieren und ein paar Feiertage im Jahr haben). Die Bibel nennt das ganze zwar „frohe Botschaft“, doch wenn man neben Gottes Liebe auch noch seinen Alleinstellungsanspruch als Gott und die Gebote betrachtet, dämpft das dieses Gott-hat-alle-lieb-Getue doch ziemlich.

Der Grund, warum wir es trotzdem nicht lassen sollten, mit anderen über Jesus zu reden kann entweder ermutigen oder Angst machen: wenn das wirklich stimmt, was in der Bibel steht, ist Jesus der einzige Weg zu einem ewigen Leben in Gottes Gegenwart und alle die ihn nicht kennen, werden ewig verloren und von Gott getrennt sein.

Wenn die Bibel recht hat ist es egal, ob die Menschen ihr glauben oder nicht, es ändert nichts an den Tatsachen dass es einen lebendigen Gott gibt und wir ihn nur durch Jesus erreichen können. Nur weil jemand nicht daran glaubt, heißt es  nicht, dass es nicht stimmt.

Jeder halt also die Wahl, etwas mit diesem Jesus zu tun zu haben und ihn als Sohn Gottes anzuerkennen. Dazu müssen die Leute aber erstmal erfahren wer er wirklich ist und ihn nicht nur als kleines blondes Kind in einer Krippe neben Ochse und Esel sehen.

Gott hat uns den Auftrag gegeben, genau das zu tun: anderen von ihm zu erzählen. Wir müssen Leute nicht davon überzeugen, dass es Gott gibt oder überreden, dass die Bibel wahr ist. Das kann allein Gott selbst durch den Heiligen Geist. Aber wir können dazu beitragen, dass andere von Gott erfahren und so die Wahrheit kennen lernen können.

Wenn du mit jemandem über Jesus redest, kannst du die Person entweder interessierter und neugieriger machen oder  sie abschrecken und desinteressierter machen. Damit letzteres nicht passiert, kucken wir uns zusammen ein paar Dinge an, die man bei Glaubensgesprächen beachten kann. Solche Unterhaltungen können nicht geplant, aber trotzdem vorbereitet werden. Ich bin gespannt, in welchen Situationen wir in nächster Zeit über Jesus reden können.

Photo Credit: let’s talk by Ron Mader on flickr.com (ID: 6479325377)

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