Wie Gott sich kümmert

In den letzten Wochen und Monaten ging es bei mir etwas drunter und drüber, was wohl größtenteils daran lag, dass ich aufgrund der Semesterferien keinen festen Zeitplan hatte und selbst Zeitmanagement anwenden musste. Die einzigen festen Termine die ich hatte, waren lediglich die Gruppen im CVJM und ein paar Abgabetermine für die Uni.

Das neue Semester rückte immer näher und ich machte mir zunehmend Gedanken, ob ich meine anstehende Bachelorarbeit von Naila oder von meiner Studienstadt Ilmenau aus schreiben sollte. Einerseits hatte ich gerade angefangen, dienstags zu Hause in einer Jugendgruppe (Playground) als Mitarbeiterin auszuhelfen, andererseits wollte ich mittwochs weiterhin die SMD in Ilmenau besuchen.

Als mein Vorlesungsverzeichnis für das Semester endlich kam, stand fest, dass ich Dienstag und Freitag Uni haben würde und ich es hinkriegen konnte, im Playground mitzuarbeiten. Das würde allerdings auch bedeuten, dass ich zweimal in der Woche 6h Zug fahren müsste, um die Veranstaltungen wahrzunehmen und nebenbei natürlich Bachelorarbeit schreiben.

Gedankenlabyrinth ohne Ausweg...
Gedankenlabyrinth ohne Ausweg…

Ein paar Wochen mit großem Chaos bei mir vergingen und ich war mir nicht sicher, ob das alles so richtig war. Sollte ich wirklich in dem Kreis mitarbeiten? Sollte ich wirklich nur für die zwei Veranstaltungen in Ilmenau sein und sonst komplett in Naila?

Was Gott wollte, dass ich tue fand ich nicht heraus. Ich hatte tausend Argumente für jegliche Möglichkeit und wusste nicht, was am besten war. Und Gott schien zu schweigen und mich in meinem Gedankenlabyrinth sitzen zu lassen, ohne mir einen Ausweg zu zeigen.

Ich fragte mich, ob es überhaupt sinnvoll war, mitzuarbeiten und ob ich irgendwie etwas bei den Jugendlichen bewirken konnte. Doch dann bekam ich zufällig mit, dass ich einem Mädchen geholfen hatte, selbstbewusster zu werden und ihren Glauben zu stärken – dessen war ich mir gar nicht bewusst! Gott hat also durch mich gewirkt, ohne dass ich es überhaupt gemerkt habe.

In den letzten Tagen gefiel es mir immer weniger, das ganze Semester in Naila zu verbringen. Ich wollte mit den Leuten in Ilmenau noch Sachen unternehmen, denn das würde sowieso mein letztes Semester dort sein. Aber Dienstag und Mittwoch zu pendeln war mir dann doch zu viel.

Heute Vormittag kam dann die Mail von der Uni, die alles klärte: das Seminar am Dienstag wird in die Vorlesung am Freitag integriert!

Während ich mir also Gedanken machte, wie ich mein Semester am besten verbringen und was ich anpacken sollte, stand schon längst fest, dass alles zu meinem Vorteil ausgehen würde. Ich wusste nur nichts davon, bis es soweit war!

Für mich ist das Gottes Bestätigung, im Playground mitzuarbeiten. Außerdem gibt er mit die Möglichkeit, mittwochs nach Ilmenau zu fahren, die SMD weiterhin zu besuchen und freitags nach der Vorlesung nach Naila zu gehen. Besser hätte es wirklich nicht laufen können!!

Gott halt mir (mal wieder) bestätigt, dass er sich um mich kümmert und ihm nichts in meinem Leben egal ist. Aber er hat es auch zugelassen, dass ich erst kurz vor knapp Bescheid bekomme. Gott ist eben pünktlich und nicht zu früh! Und ich bin Dankbar und gespannt, wie das Semester verlaufen wird…

 

Bildquelle: freedigitalphotos.net von Stuart Miles, Bild ID: 100214038

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