Insider, Outsider – oder keines von beidem?!

Was verbindest du mit den Worten „Insider“ und „Outsider“?

Man kann ja bei allem möglichen ein In- oder Outsider sein. Aber gibt es auch ein Zwischending??

Ich finde, ja. Es ist kein offizielles englisches Wort (auch wenn es manche in anderen Zusammenhängen gebrauchen), doch es passt ganz gut: Inbetweener. Das Wort „in between“ bedeutet „dazwischen“. Man ist also weder richtig dabei, aber auch nicht komplett raus.

Du hast Fragezeichen im Kopf und keine Ahnung, wovon ich rede? Okay, dann versuche ich es, dir zu erklären.

Stuart Miles, freedigitalphotos.net
Stuart Miles, freedigitalphotos.net

Vielleicht warst oder bist du in einer Clique. Eine Gruppe von Leuten, mit denen du in der Schule oder Uni herumhängst, zu denen du dich gesellen kannst, wenn ihr Pause habt oder ihr esst gemeinsam in der Mensa. Du gehörst dazu, bist ein Insider. Doch möglicherweise gehörst du nicht komplett dazu. Ihr seid zwar in der Schule/ Uni zusammen unterwegs, aber wenn etwas privat läuft, bist du nicht eingeladen.

Mir geht es gerade ein bisschen in der Arbeit so. Ich bin ein klarer Insider und erfahre Sachen, die Außenstehende nie erfahren werden (weil es sie auch nichts angeht). Ich gehöre zum Verlag dazu. Trotzdem bin ich außen vor: Da ich dort nur ein halbes Jahr Praktikum mache, weiß ich genau, wenn wir jetzt darüber sprechen, was im Herbst 2014 für neue Musik auf den Markt gebracht wird, bin ich nicht mehr dort. Manche Informationen darf ich auch nicht wissen, weil ich nur sechs Monate dort bin. Also in gewisser Weise bin ich ein Outsider. Aber auch ein Insider. Und ich fühle mich zwischendrin – ein Inbetweener eben.

Ich war schon öfter so ein Inbetweener und es kann ziemlich doof sein. Man sieht, wie es ist, ein Insider zu sein. Aber manche Privilegien sind einem verwehrt und man bleibt trotzdem ein bisschen außen vor. Man wird ein Stück weit angenommen, doch eben nicht komplett. Gründe kann es dafür viele geben: In meinem Praktikum liegt es klar daran, dass ich nur eine gewisse Zeit dort bin. Es kann allerdings auch daran liegen, dass man sich zwar gut versteht, aber eben nicht genug. Man passt nicht gut genug in die Gruppe um die letzte Hürde zum Insider zu überwinden. Und man bleibt Inbetweener.

Kennst du das auch? Warst du schon einmal ein Inbetweener oder bist gerade einer? Wie geht es dir dabei – bist du damit zufrieden oder wärst du lieber ein richtiger Insider?

Schreib mir doch (Kommentar, Mail, facebook) und lass mich wissen, ob ich die einzige bin, der es so geht oder ob es noch mehr Inbetweener da draußen gibt!

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